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Willkommen

Vor einer Woche hatten wir in unserer Kirchengemeinde Konfirmation. Ich war noch auf der Suche nach einer Kleinigkeit, um unsere Süßigkeitenbox an der Kirchentür ein bisschen aufzupeppen.

Und da habe ich diese Servietten entdeckt: „Herzlich Willkommen“ steht drauf, verziert mit drei roten Herzen. Ich dachte mir sofort: Perfekt, genau die richtige Botschaft für diesen Tag! Und habe sie mitgenommen.

„Herzlich willkommen“ – das sagt sich so leicht.

Aber mal ehrlich: Kennen Sie das Gefühl, innerlich vor einer Tür zu stehen und zu zögern? Passe ich hier überhaupt rein? Gehöre ich dazu?

Vielleicht, weil im eigenen Leben gerade nicht alles rund läuft. Weil man das Gefühl hat, die anderen kriegen ihren Alltag irgendwie viel besser auf die Reihe.

In der Bibel gibt es diese schöne Grundidee: Es sind alle eingeladen. Wirklich: Alle. Ganz egal, woher jemand kommt, ob alt oder jung, erfolgreich oder gerade völlig am Boden.

Da steht nirgends im Kleingedruckten: „Bitte nur in Top-Verfassung eintreten“ oder „Zutritt nur für Gewinner“.

Es braucht keinen perfekten Auftritt, keine Maske. Man darf genau so auftauchen, wie man sich gerade fühlt – mit allen Zweifeln, Fehlern und Schwächen im Gepäck. Selbst dann, wenn man sich unsicher ist, ob man überhaupt am richtigen Ort ist.

Am Ende sagen diese einfachen Servietten viel mehr, als man denkt: Du bist nicht nur geduldet – du bist genau so gemeint, wie du bist.

Vielleicht ist das der Kern von Vertrauen und Glauben: Wenn ich mich traue, genau diesen Satz an mich heranzulassen.

Herzlich Willkommen. Nicht nur zu einem Fest. Sondern ganz allgemein: hier im Leben, bei Gott, und genau so, wie Sie sind.