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Wehmut im Gepäck

Der 26. Dezember fühlt sich ein bisschen an wie der letzte Bissen vom Lieblingsdessert: Man genießt ihn – aber man weiß auch, gleich ist’s vorbei.
Heute stehen für viele die letzten Familientreffen an. Nochmal Kaffee trinken mit den Großeltern, nochmal Resteessen aus drei verschiedenen Kühlschränken, nochmal Sätze wie: „Nimm doch noch was mit für zuhause“.

Und morgen?
Da heißt es für viele wieder: Abreise. Kofferraum voll, Herzen auch. Und ich finde: Diese leichte Wehmut, die dann mitschwingt – die ist gar nicht schlimm. Ganz im Gegenteil. Sie zeigt uns, wie wichtig uns diese Menschen sind. Wie gut uns ihre Geschichten tun, ihre Macken, ihr Gelächter… und ja, manchmal auch ihre Diskussionen über den perfekten Braten.

Was bleibt über die Feiertage hinaus?
Vielleicht dieses besondere Gefühl, das Weihnachten jedes Jahr hinterlässt: Dass Nähe etwas Kostbares ist. Dass wir füreinander Zeit gefunden haben. Und dass so ein Besuch nicht perfekt sein muss, um schön zu sein.

Wenn heute also der letzte Plätzchenteller rumgeht und die Umarmungen ein bisschen länger dauern – dann ist das vielleicht genau der richtige Abschluss.
Nicht laut, nicht spektakulär.
Aber ehrlich.
Und von Herzen.