Unsere Ängste haben sich im letzten Jahr verändert. Zum ersten Mal sind
es nicht mehr die persönlichen Katastrophen, Krankheiten oder
Arbeitslosigkeit, die uns Deutschen am meisten Angst machen, sondern
eine gefährlichere Welt: Die Kriege, die Umwelt und die politischen
Veränderungen.
So stand es vor kurzem in der Zeitung. Nach dem Lesen habe ich mich
gefragt: Was macht mir eigentlich am meisten Angst?
Und ich habe festgestellt: Ich kann das gar nicht eindeutig beantworten.
Denn es gibt so vieles, was mir große Angst macht: Ohnmacht zum
Beispiel oder das Gefühl, ausgeliefert zu sein.
Und natürlich habe ich auch Angst vor Gewalt und Krankheiten. Ich
möchte fröhlich und gesund alt werden. Und zwar regiert von Menschen,
die Verantwortungsbewusstsein haben. Denn vor dem Gegenteil habe ich
ebenfalls große Angst.
Klar, gegen manches kann ich selbst etwas tun. Was meine Gesundheit
angeht, denke ich an das Vollkornbrot, das wir zuhause für uns backen
und an meinen Crosstrainer im Büro. Gesunde Ernährung und
ausreichend Sport helfen sicher dabei, nicht krank zu werden. Aber eine
Garantie sind sie garantiert nicht.
Was mir trotz aller Angst zu einem recht gelassenen Leben hilft, ist mein
Glaube. Ich vertraue darauf, dass es einen Gott gibt, der diese Welt in
seiner Hand hält und es gut mit mir meint. Mit ihm bin ich täglich im
Gespräch, auch über meine Ängste.
Was mir das bringt? Im Gespräch mit Gott weicht die Angst der
Gewissheit: Ich bin bei meinem Gott einfach unverschämt gut
aufgehoben.