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Uns gut finden

„Wer uns findet, findet uns gut.“ Mit diesem kleinen Slogan trifft der Rapper Esta den Nagel auf den Kopf. Und genau diesen Satz sagt letztens auch jemand in einem Gottesdienst über die Kirche. Ich finde den Satz ziemlich steil. Aber eigentlich ist er auch total schade. Denn er bedeutet ja: Man muss uns in der Kirche erst einmal suchen, um uns überhaupt zu finden.

Was ist eigentlich mit unserer Sichtbarkeit los? Dabei haben wir doch riesige Kirchtürme, die man schon von weitem sieht. Doch wer ist eigentlich die Kirche? Und wer sind die Menschen, die sich darin bewegen und ihre Stärke aus diesem „Verein“ ziehen?

Ich selbst gehöre dazu, und profitiere auf so vielen Ebenen davon: beim gemeinsamen Singen, in der Verbundenheit bei schwierigen sozialpolitischen Themen, im schlichten Füreinander-Da-Sein und im gemeinsamen Gebet.

„Wer uns findet, findet uns gut.“ Das bestätigt mir aktuell auch ein Konfirmanden-Vater. Er sagt nach dem Gottesdienst zu mir: „Ich bin wirklich seit der Taufe meines Kindes nicht mehr hier gewesen. Aber was ich heute höre, sehe und fühle, das überzeugt mich total. Es ist absolut richtig, dabei zu bleiben. Denn das, was ich hier verstehe, hat wirklich etwas mit meinem echten Leben zu tun. Danke für diesen Job!“

Genau deshalb bleibt es dabei: Wer uns findet, findet uns gut. Wir müssen nur dafür sorgen, dass man uns leichter entdecken kann.

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