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Über Macht und Unsicherheit

Ganz ehrlich? Als ich dieses Foto auf mein Smartphone gespült bekommen habe, hätte ich es am liebsten an die Wand geschmissen. Donald Trump hat ein Bild gepostet, das ihn wie Jesus darstellt. Mit heilenden Händen. Ausgerechnet er! Ein Mann, der wie kaum ein anderer für Spaltung, Hass und Beleidigungen steht. Das ist keine Geschmacklosigkeit mehr, das ist eine bodenlose Frechheit.

Hier tarnt sich ein Wolf im Schafspelz. Trump tut so, als würde er die Wunden eines Landes heilen, während er in Wahrheit jeden Tag Salz hineinstreut. Er missbraucht das Bild des friedlichen Heilers, um seine ganz eigene, aggressive Machtpolitik zu verschleiern. Wenn Macht sich selbst heiligspricht wird es gefährlich und ehrlich gesagt, da wird mir echt schlecht.

Und genau deshalb dürfen wir als Kirche hier nicht schweigen. Glaube ist kein Kuschelkurs und kein Feigenblatt für Despoten. Macht braucht Widerspruch – besonders dann, wenn sie sich so dreist verkleidet. Wir müssen den Mund aufmachen, wenn Scharlatane sich als Retter inszenieren. Schauen Sie heute genau hin, wer Ihnen Heil verspricht – und wer wirklich hilft.