„Here’s to my sweet Satan“, „Das hier ist für meinen süßen
Satan“. Wer sagt denn sowas? Die Rockgruppe Led Zeppelin soll
es getan, genauer: gesungen haben. In „Stairway to heaven“,
ihrem größten Hit, der heute vor 47 Jahren herausgekommen ist.
Stimmt nicht, werden jetzt viele von Ihnen sagen. Stairway to
heaven hab ich schon so oft gehört, da ist nix mit Satan. Na ja,
dafür müssen Sie den Song natürlich rückwärts hören.
Lieder rückwärts hören – klingt völlig absurd. Ist es auch. Eine
Zeitlang war das aber sehr beliebt. Angefangen hat es im Oktober
69. Da rief einer bei einer amerikanischen Radioshow an und
behauptete, Paul McCartney sei schon lange tot und durch einen
Doppelgänger ersetzt worden. Man müsse nur den Beatles-Titel
„Revolution 9“ rückwärts hören, dann gebe es eindeutige
Hinweise darauf. In den folgenden Jahren hörten sich vor allem
christlich-fundamentalistische Gruppen unzählige Rock-Songs
rückwärts an – auf der Suche nach versteckten satanistischen
Botschaften. Die Sorge dieser Leute: Die Rückwärts-Botschaften
würden auch dann ins Innerste der Hörer eindringen wenn die
Lieder vorwärts gehört würden.
Von Robert Plant, dem Texter und Sänger von Led Zeppelin, ist
bekannt, dass er ein Anhänger von Alaister Crowley war, dem
Urvater der modernen Satanisten. Mich würde es deshalb gar
nicht wundern, wenn es in dem Lied entsprechende
Rückwärtsbotschaften gäbe. Aber Led Zeppelin hat das immer
bestritten.
Letztlich ist mir das egal. Ich höre mir Stairway to heaven
bestimmt nicht rückwärts an. Und was den Teufel angeht, halte
ich mich an die Bibel. Da steht: Dazu ist erschienen der Sohn
Gottes, dass er die Werke des Teufels zerstöre (1. Joh. 3,8).
Anders gesagt: Der Teufel ist durch. Diese Botschaft ist die
eigentliche Treppe zum Himmel, der stairway to heaven.