Er will einfach weg! Alles geht ihm auf die Nerven. Ein kurzer Brief an die Eltern
– Leute, hier bei euch ist es mir einfach zu eng! Sucht mich bitte nicht, ich bin
weg!
Er erfüllt sich einen Traum. Mit einem Schiff in die Südsee! Alles läuft zunächst
gar nicht so schlecht. Er hat Erfolg. Es geht ihm gut.
Doch dann gerät er an die falschen Leute, verliert alles und kommt mehr
weiter. Er denkt an Zuhause.
Fünf Jahre keinen Kontakt mehr mit den Eltern – leben sie eigentlich noch?
Er schreibt einen Brief: Vater, ich möchte wieder nach Hause kommen. Ich
weiß, dass es nicht gut war, mich jahrelang nicht zu melden. Ich werde am
kommenden Montag mit dem Zug an unserem Haus vorbeifahren.
Wenn ich kommen darf, dann häng ein weißes Tuch in unseren Apfelbaum.
Wenn keins da hängt, weiß ich, dass die Türe zu ist.
Als er dann am Montag im Zug sitzt, wagt er kaum aus dem Fenster zu sehen.
Als der Zug kurz vor dem Haus ist, steht er auf und schaut hinaus. Was er sieht,
verschlägt ihm den Atem: Nicht nur ein Tuch hängt im Baum. Der ganze Weg
zum Haus, der Baum, die Büsche ringsum – alles ist voll gehängt mit weißen
Tüchern!
Eine ganz ähnliche Geschichte erzählt auch Jesus, als er nach der Liebe Gottes
gefragt wird. Es ist die Geschichte vom verlorenen Sohn. Gott, der Vater
rechnet nicht mit seinen Kindern ab. Er vergibt und nimmt uns in den Arm. Wir
dürfen nach Hause kommen!