Metallica – Master of puppets
Es war ein irrer Moment. Als Metallica im Mai im Münchner Olympiastadion spielen, zieht ein Unwetter auf. Gerade wird das Intro zu „Master of Puppets“ angestimmt, da sind plötzlich Blitze am Himmel zu sehen. Man konnte fast meinen, das gehört zur Pyroshow, so passend war das Himmelsspektakel.
„Master of puppets“ soll ja auch bewegen. Der Text, aus der Ich-Perspektive geschrieben, befasst sich mit Drogen und wie sie einen kontrollieren können. So, als ob man an den Schnüren eines Puppenspielers gefesselt ist. Sie bewegen einen und sie lassen einen auch nicht mehr los. James Hetfield singt:
Koste mich und du wirst sehen
Mehr ist alles, was du brauchst
Du bist dazu bestimmt
wie ich dich töten werde
Komm, krieche schneller
Gehorche deinem Meister
Dein Leben verbrennt schneller
Gehorche deinem Meister
Die Kontrolle zu verlieren ist egal in welcher Lebenslage immer ein schrecklicher Zustand. Da muss es gar nicht um Drogen gehen. Das fängt ja schon an, wenn ich mich morgens ans Lenkrad setze. Ich kann noch so sehr von mir behaupten, dass ich super Auto fahre. Da sind so viele Menschen neben, vor und hinter mir unterwegs. Deren Fahrstil habe ich nicht unter Kontrolle.
Mir hilft da beten. Bevor ich mich auf den Weg mache. Beten für eine sichere Fahrt und gutes Ankommen. Gott hat keine Fäden in der Hand und spielt mit mir Puppe. Er begleitet Dich und mich einfach so. Und wenn ich das Gefühl habe, die Kontrolle zu verlieren, dann ist er mir ein meisterhafter Ratgeber.