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Mensch unter Menschen

Vor kurzem ist Meike Lüdecke-Braun, eine Saarländerin, für ihr Lebenswerk und ihre Vorbildfunktion mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet worden. Seit mehr als vier Jahrzehnten setzt sie sich für Menschen ein, die flüchten mussten. Vor Krieg, vor Verfolgung, vor dem Tod. Ihr Herz schlägt dabei besonders für Frauen und Kinder, die es am schwersten haben. Unzählige Lebens- und Leidensgeschichten hat sie gehört, ist an die Außengrenzen Europas gereist, hat sich die Lager angesehen, in denen Menschen unter schwierigsten Bedingungen leben, um zu überleben.

Dabei ist das Thema Migration so alt wie die Menschheit selbst.

Schon in der Bibel steht klar und deutlich: ‚Der Fremde, der bei euch wohnt, soll wie ein Einheimischer gelten. Du sollst ihn lieben wie dich selbst
Warum? Weil die Menschen damals, denen der Satz galt, selbst als Fremde eingewandert waren. Weil wir alle wissen sollten, wie es ist, fremd zu sein. Weil wir alle verletzlich und auf Unterstützung und Wohlwollen anderer angewiesen sind.

In einer Zeit, in der viele mit Angst oder Misstrauen auf das ‚Fremde‘ blicken, ist Meike Lüdecke-Braun ein echtes Vorbild. Sie handelt einfach, als Mensch und in der Nachfolge Christi. Sachlich. Ohne Überspanntheit, auf dem Boden der Realitäten, mit ganz viel Menschlichkeit und Fachwissen.

Für mich ein Gegenbild zu diesem Misstrauen:  Hier bist du willkommen, hier wirst du gesehen. Einfach als Mensch unter Menschen.