Beiträge

Mein Nächster

„Was ist eigentlich das Wichtigste im Leben?“ wurde Jesus gefragt. Er gab darauf eine Antwort, die simpel klingt. Nämlich: ‚Gott lieben – und deinen Nächsten wie dich selbst.‘ Doch einer seiner Zuhörer hakte damals nach: ‚Wer genau ist denn eigentlich mein Nächster?‘

Der dachte vielleicht an seinen engsten Kreis: die Familie, Freunde, Nachbarn. Er wollte wissen, wen er lieben muss und wer ihm egal sein kann. Jesus antwortete darauf mit der berühmten Geschichte vom barmherzigen Samariter. Da ist ein Mensch auf seinem Weg ausgeraubt und schwer verletzt worden. Zwei andere aus seiner Gruppe kommen vorbei, sehen die Notlage – und gehen weiter. Ein Fremder, nämlich der Samariter, mit dem man eigentlich nichts zu tun haben wollte, bleibt stehen. Er rettet ihm das Leben. „Wer war denn jetzt der Nächste für den, der den Überfall nur schwer verletzt überlebt hatte?“ fragte Jesus dann. „Na der, der ihm geholfen hat.“ bekam er zur Antwort.

Das bedeutet: Mein Nächster ist nicht nur der, der mir sympathisch ist oder den ich kenne. Es ist jeder Mensch, der mir begegnet und Hilfe braucht.

Vielleicht erinnern Sie sich an den 83 Jährigen, der in einer Bankfiliale zusammengebrochen war. Die Kamera der Bank hielt damals fest, dass mehrere Kunden über den Mann gestiegen waren, um an den Geldautomaten zu kommen. Erst ein junger Essenslieferant, der unter extremem Zeitdruck stand, kümmerte sich und rief den Notarzt.

Er ist ein Vorbild an Menschlichkeit, mitten im Alltag.