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Märchenhoffnung

Heute den Kaffee bitte mit einer kräftigen Portion Vorschuss-Freude. Das erste Fußball-WM-Wochenende ist in vollem Gange. Und heute steht endlich das erste Spiel der Nationalmannschaft an. Das ganz große Thema in den Nachrichten und am Küchentisch ist die Hoffnung: Kommt die magische Stimmung von 2006 zurück? Was braucht es dafür?

Viele sagen: Wir müssen gewinnen, sonst wird das nix mit der guten Laune. Ich sehe das ein bisschen anders. Das Sommermärchen von damals war ja nicht so schön, weil wir Weltmeister geworden sind – das wurden wir nämlich gar nicht. Es war so schön, weil wir voller Hoffnung und Gemeinschaft waren. Hoffnung ist im Fußball wie im echten Leben eine absolute Superkraft. Als Christin bedeutet Hoffnung für mich: Ich glaube fest an das Gute, selbst wenn es auf dem Platz mal holprig wird.

Ich kann das Sommermärchen nicht erzwingen, indem ich nur auf die Tabelle starre. Aber ich kann mit einer positiven Einstellung an den Start gehen. Schenken wir uns und anderen einfach mal wieder ein Lächeln, statt direkt zu meckern, wenn der Pass daneben geht. Mit dieser Portion Gottvertrauen wird das ein richtig guter Sommer.