Lauter pfeifen!
„Ich bin tatsächlich optimistisch. Die Gründe dafür sind nur gerade schwer zu erkennen.“
Fiona Hill hat das kürzlich gesagt, eine bekannte Historikerin. Früher hat sie mal für Donald Trump als Sicherheitsberaterin gearbeitet – bis sie in einem Untersuchungsausschuss gegen ihn ausgesagt hat.
„Wir sind eine Welt im Krieg“, sagt Fiona Hill. Die Realität ist gnadenlos.
Wer wollte da widersprechen? Manchmal traue ich mich kaum noch, die Nachrichten anzumachen. Und doch findet Fiona Hill Gründe, optimistisch zu sein. Ein Blick in die Geschichte zeigt, so die Historikerin, dass jede Krise auch die Kräfte zu ihrer Bewältigung weckt und stark macht. Und das ist ein Grund zum Optimismus. Ja, ok, aber klingt das nicht ein bisschen nach „Pfeifen im dunklen Keller“? Vielleicht. Also aufhören zu pfeifen und sich der Dunkelheit ergeben? Nein, lauter pfeifen! Es ist wichtig, die Gründe der Hoffnung ans Licht zu holen und sie gegen die dunkle Realität zu setzen; weil sie nur so ihre eigene Wirklichkeit entfalten können.
Das ist wie mit Karfreitag und Ostern. Jesus, der die Liebe Gottes in Wort und Tat gelebt hat, hängt an Karfreitag nackt am Kreuz. Die Realität ist gnadenlos. Aber nach drei Tagen kriechen seine Leute aus den Löchern heraus, in denen sie sich aus lauter Angst, aus lauter Ergebung in die Realität, verkrochen hatten und erzählen aller Welt, er lebt. Die Liebe Gottes lebt. Die Hoffnung hat einen Grund. Die Zuversicht hat Gründe. Die sind mitunter schwer zu erkennen; aber sie sind da. Nur Mut.