Lasten
Die Last auf deinen Schultern. So lange liegt sie da schon, fast wie ein Teil von dir selbst. Sie bestimmt, was du tust, mal mehr und mal weniger. Und du wirst sie einfach nicht los, egal wie sehr du dich auch bemühst.
Aber weißt du, du musst sie nicht alleine tragen. Gib mir ein bisschen davon ab, lass mich ein Stück des Weges für dich halten.
Die Last des Menschseins zieht dich gerade so tief runter. Gefühle wiegen oft viel schwerer, wenn man sie gerade eigentlich gar nicht fühlen will. Das kenne ich so gut.
Aber weißt du, es liegt so viel Kraft im gemeinsamen Menschsein. Ich gebe dir von meiner ein bisschen ab.
Last der vielen unausgesprochenen Worte. Du hältst sie mühsam zurück und sie häufen sich immer weiter an, sie drücken dich zu Boden. Aber weißt du, ich höre dir so gerne zu. Du kannst alles loswerden, was du nicht mehr brauchst.
Die Last der ganzen Welt sitzt dir im Nacken. Und ich kann gar nicht anders, als dich stützen zu wollen. Du bist so furchtbar müde und die Welt da draußen ist so schwer. Aber weißt du, zusammen können wir sie schultern, irgendwie. Ich verteile die Last ganz gleichmäßig auf uns beide.
Und wir tragen sie gemeinsam, für eine Weile. Und irgendwann, das weiß ich ganz genau, fühlen wir beide uns auch wieder leicht.