It’s okay to be a loser
Sometimes you win, sometimes you learn. Mal gewinnst du, mal lernst du was dazu.
Ich habe den Satz bei einem Coach für Organisationsentwicklung gelesen. Solche Leute lieben solche Sätze: „Scheitern ist kein Makel, sondern Teil des Lernprozesses“. „Jede Krise eine Chance.“ „Fehler sind Pioniere.“ OK, bezogen auf Organisationen haben solche Sätze durchaus ihr Recht. Wenn ein Mitarbeiter immer wieder denselben Fehler macht, dann wird er in einem gut geführten Betrieb nicht runtergeputzt, sondern unterstützt und geschult. Aber besser werden sollte er schon.
Auf’s persönliche Leben bezogen, habe ich damit meine Probleme. Weil Scheitern und Verlieren bei diesem Ansatz nur Lernchancen sind, um besser zu werden und das nächste Mal zu gewinnen. Auch das Verlieren ist also ganz auf den Erfolg ausgerichtet. Natürlich will ich aus dem Verlieren lernen. Natürlich habe ich die entscheidenden Dinge meines Lebens aus meinen Scheitern gelernt. Natürlich ist es keine gute Idee, die immer gleichen Fehler immer wieder zu machen. Natürlich gewinne ich gerne. Aber die gnadenlose Ausrichtung am Erfolg macht Menschen kaputt.
Nicht jedes Scheitern trägt den Keim des nächsten Sieges schon in sich. Manches Mal ist Scheitern einfach Scheitern. Das auszuhalten, ist die eigentliche Lernaufgabe. Nicht ganz einfach. Mir hilft dabei mein Glauben. Bei Gott muss ich nicht gewinnen. Bei Gott habe ich schon gewonnen. Ich bin ihm recht. It’s okay to be al loser.