Ich bin kein Christ
„Ich bin kein Christ! Ich bin ein begeisterter Nachfolger von Jesus.“
Diese Aussage habe ich von einem Missionar gehört, der lange im Libanon gearbeitet hat. Er hat dort die Erfahrung gemacht, dass es viel einfacher ist mit Menschen über Jesus zu reden, als über das Christentum. Er hat sich mit den unterschiedlichsten Menschen getroffen, um gemeinsam in der Bibel zu lesen, was Jesus gesagt hat und dann zu fragen, was man davon im Alltag umsetzen kann.
Schwierig war es eigentlich nur, wenn das Gespräch dann auf das Christentum kam.
Mir geht das manchmal ähnlich. Beim Stichwort Christentum fallen mir alle möglichen Dinge ein, die im Laufe der Geschichte schief gelaufen sind. Angefangen von den Kreuzzügen, über Zwangsmissionierungen bis hin zu den Kriegen, die auch heute noch im Namen Gottes geführt werden.
Dazu kommen dann auch noch die persönlichen Erfahrungen mit den Vertretern dieser Religion. Pfarrer, die nicht da waren, wenn man sie brauchte, langweilige Gottesdienste oder Moralapostel, die ganz schnell dabei waren, über andere zu richten. Auch Missbrauch ist da ein Thema. Über das Christentum zu reden ist selten erbauend.
Ganz anders ist es, wenn ich mit Menschen über Jesus spreche.
Ein Nachbar sagte mir mal: Jesus, den finde ich auch gut! Was der so gesagt und getan hat, ist richtig klasse.
Sicher, da hat wahrscheinlich auch jeder so sein eigenes Jesusbild im Kopf. Die meisten Jesusbilder sind dabei allerdings positiv.
Oder – was denken Sie über Jesus?