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Himmlische Post

„Ihr seid ein Brief Christi!“ Das habe ich heute Morgen im zweiten
Korintherbrief gelesen. Klingt gut, hab ich gedacht, aber sofort sind mir zig
Fragen durch den Kopf gegangen. Was bedeutet das eigentlich? Und ist mir das
eigentlich bewusst? Hat das Konsequenzen? Merkt das meine Frau, sehen das
meine Kinder, meine Freunde, meine Nachbarn?

Und – was für ein Brief bin ich damit überhaupt? Ein Mahnbescheid? Eine
Rechnung? Ein Werbeschreiben? Eine Einladung? Ein Gutschein oder vielleicht
ein Liebesbrief? So richtig mit Hand geschrieben auf schönem Briefpapier?
Oder in Kurzform – so, wie meine Tochter es mir manchmal unter WhatsApp-
Nachrichten schreibt: HDGDL – Hab Dich ganz doll lieb.

Ich glaube: Ich bin von alledem etwas. Je nach dem, an wen ich mich als Brief
gerade richte und was ich meinem Gegenüber damit mit auf den Weg geben
möchte.

Für Sie möchte ich heute Morgen ein Liebesbrief sein. Lassen Sie sich von Gott
lieben. Das lohnt sich. Ich spüre es am eigenen Leib. Denn Gottes Liebe
verändert mich jeden Tag aufs Neue. Und immer zum Positiven.
Upps, jetzt merke ich: Bin ich damit eigentlich ein reiner Liebesbrief? Bin ich
damit nicht auch eine Einladung oder eine Werbung?
Doch, bestimmt! Eben ganz schön vielseitig – so ein Brief Christi.