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Hier und Jetzt

„Denken Sie nicht an das, was war, oder an das, was kommen wird. Bleiben Sie mit Ihren Gedanken nur im Hier und Jetzt!“ Höre ich die Meditationsanleiterin mit ihrer beruhigenden Stimme sagen. Und ich liege da und mache alles andere, als mit meinen Gedanken im Hier und Jetzt zu bleiben. Wie soll das überhaupt gehen, über nichts nachzudenken? Mit dieser Frage im Kopf versuche ich ganz angestrengt, zu entspannen.

Ich habe dem Meditieren eine weitere Chance gegeben, auch wenn ich nicht davon überzeugt bin, dass es mich wirklich entspannt. Meditationen machen mich nervös. Die Ruhe, der Anspruch, an nichts zu denken und genau das doch nie zu schaffen. Und da liegt vielleicht das Problem: Ich möchte die Meditation quasi gewinnen. Als wäre sie nichts wert gewesen, wenn ich sie nicht „richtig“ mache.

Da sind so viele Dinge in meinem Kopf, gerade dann, wenn der Alltagslärm leiser wird. Dinge, die zu erledigen sind. Nachrichten, die ich noch beantworten muss. Menschen, bei denen ich mich wirklich schon lange melden will. Sorgen, Ängste, Zweifel. Wie entspannt man von seinen eigenen Gedanken?

Und trotzdem will ich weiter versuchen, die Stille bewusst auszuhalten. Die Nervosität zu ertragen, die sie in mir auslöst. Und auch wenn ich es nicht schaffen werde, in dieser Zeit über nichts nachzudenken, hatte ich immerhin Zeit für mich. Zeit, um alle Dinge in meinem Kopf zu sortieren.