Zahlen, Daten, Bilanzen. Das sind anscheinend die neuen Götter unserer Tage. Wahr und gut
ist nur, was mit Zahlen belegbar ist. Am besten natürlich schwarzen. Die berühmte schwarze
Null reicht allerdings schon lange nicht mehr. Nein, die Kasse muss schon richtig klingen,
prall gefüllt sein. Dann ist alles in bester Ordnung. Scheinbar.
Denn: Das wissen wir nicht erst seit dem jüngsten Diesel-Skandal - Möglichkeiten, auch
Zahlen, Daten und Fakten zu manipulieren, die gibt es reichlich.
Natürlich: Auch Kirche ist natürlich angewiesen auf Zahlen, Daten und Bilanzen. Und zwar
am besten positive. Denn auch Kirche ist in gewissem Sinne den normalen und allzu
weltlichen „finanziellen Rahmenbedingungen“ unterworfen.
Aber Achtung! Über all dem soliden Wirtschaften dürfen wir eines nicht vergessen! Den, von
dem die Kirche erzählt, interessieren diese Zahlen nicht. Gott ist kein Finanzbuchhalter, der
am Ende unseres Lebens Einnahmen und Ausgaben oder Erfolge und Misserfolge
gegeneinander aufrechnet.
Gott ist der „himmlische Vater“. „Abba“, wie Jesus ihn nennt. Der „liebe Papa“. Und dieser
liebende Vater hat offene Arme für jeden Menschen. Gleichgültig ob erfolgreich oder nicht.
Gott liebt jeden Menschen. Und Gott freut sich über jeden, der sich ihm zuwendet.
In der Bibel heißt es:
Gott ist die Liebe. Und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm.
Keine Rede von Zahlen, Daten und Bilanzen. Gott sei Dank.