Emma und Papa: Neue Menschen
„Papa, warum lässt Gott Menschen sterben und macht immer neue? Er könnte doch einfach die behalten, die schon da sind!“
Mit solchen Fragen erwischt Emma ihren Papa gern mitten beim Korrigieren der Klassenarbeiten. Und wie immer fängt der Lehrer erst einmal an zu erklären: Dass alles Leben sich verändert. Dass Blumen verblühen, Äpfel irgendwann faul werden und auch Menschen alt werden. Man könne gut auf seinen Körper aufpassen und ihn lange gesund halten. Aber ewig leben könne niemand.
Emma hört zu. Dann sagt sie nur:
„Aber traurig ist das trotzdem.“
Da nickt ihr Papa. Ja. Vor allem, wenn Menschen viel zu früh sterben müssen. Das passe eigentlich nie. Und trotzdem gehöre zum Leben nicht nur das Abschiednehmen. Sondern auch, dass immer wieder Neues anfängt.
„Dann ist jedes Baby auch eine neue Hoffnung?“, fragt Emma.
Genau das, meint ihr Papa. Jeder Mensch bringt etwas mit, das es vorher noch nie gegeben hat. Neue Ideen. Neue Freundschaften. Neue Möglichkeiten. Vielleicht würde die Welt stehen bleiben, wenn Gott einfach nur alle behalten würde.
Emma denkt einen Moment nach.
„Dann setzt Gott wohl ziemlich viel Hoffnung in uns Menschen.“
Vielleicht ist das wirklich so.
Und was meint ihr: Woran merkt ihr, dass nach einem Ende manchmal etwas ganz Neues anfangen kann?