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Diese innere Uhr

Letzte Woche Urlaub. Mein großer Plan: ausschlafen. So richtig. Ohne Wecker, ohne Termine, einfach mal den Tag beginnen lassen, wann er will.

Und dann? Punkt 7 Uhr – Augen auf.

Nein, da war kein Wecker. Nur ich. Und meine innere Uhr, die offenbar keine Ferien kennt. Ich lag da und musste ein bisschen über mich selbst lachen. Da nimmt man sich vor, alles anders zu machen – und der eigene Körper sagt einfach: „Mach du mal, ich bleib bei meinem Plan.“

Diese innere Uhr ist schon erstaunlich. Sie lässt sich nicht bestechen, nicht überreden und offensichtlich auch nicht in den Urlaub schicken. Sie tickt einfach weiter. Verlässlich. Hartnäckig.

Ich finde, genau darin steckt auch etwas Gutes. Denn sie erinnert mich daran, dass ich meinen eigenen Rhythmus habe. Dass ich nicht ständig alles umstellen muss, nur weil es gerade „passt“ oder weil es andere anders machen. Ich bin dann aufgestanden, hab mir einen Kaffee gemacht und hatte plötzlich das Gefühl: Der Tag gehört mir trotzdem. Vielleicht sogar ein bisschen mehr als sonst.

Und seitdem denke ich: Es geht gar nicht darum, den eigenen Takt zu ändern. Sondern eher darum, ihn kennenzulernen – und das Beste daraus zu machen.
Auch morgens um sieben.