Die Parkplatzsuche
Ich habe einen Tick, was Parkplätze angeht. Denn egal wo ich bin, ich muss immer diesen einen Parkplatz direkt vor dem Eingang finden. Und das dauert seine Zeit. Manchmal muss ich Runde um Runde fahren. Beobachten. Warten. Andere vorbeifahren lassen. Aber dann finde ich ihn: Diesen einen Parkplatz, der ein paar Meter näher am Eingang liegt als alle anderen.
Beim Letzten Mal im Parkhaus bin ich zehn Minuten im Kreis gefahren, bis ich ihn endlich gefunden habe. Und dann stehe ich da. Drei Meter näher am Eingang als zehn Minuten vorher. Und da musste ich plötzlich über mich selbst lachen. Das ist doch absurd, oder? Ich habe zehn Minuten meines Lebens damit verbracht, später vielleicht zwei Minuten weniger laufen zu müssen.
Und trotzdem mache ich das immer wieder. Nicht nur beim Parken. Wie oft versuche ich, mir das Leben ein bisschen einfacher zu machen? Den schnellsten Weg zu finden. Den kleinsten Umweg zu gehen. Alles möglichst effizient zu erledigen. Und manchmal verliere ich dabei genau das, was ich eigentlich gewinnen wollte: Zeit.
Nicht jeder Weg muss der kürzeste sein. Vielleicht darf ich manchmal einfach den ersten freien Parkplatz nehmen, aussteigen und losgehen. Denn am Ende zählt ja nicht, wie nah ich am Eingang geparkt habe. Sondern warum ich eigentlich losgefahren bin.