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Der leere Kalender

Mein Kalender ist heute ziemlich leer. Keine Termine. Keine Verabredung. Nichts, was ich unbedingt erledigen müsste. Früher hätte mich das wahrscheinlich nervös gemacht. Ein ganzer Tag – und nichts drin? Heute finde ich das ziemlich angenehm. Denn, wenn ich ehrlich bin, ist mein Kalender meistens voll genug. Arbeit, Termine, Einkaufen, noch schnell irgendetwas erledigen. Selbst die Freizeit bekommt manchmal einen Eintrag.

Und so sitze ich heute da und merke: Ich muss eigentlich gar nichts. Keinen Haken setzen. Nicht auf die Uhr schauen. Nicht schon an den nächsten Termin denken. Ich kann einen Kaffee trinken. Spazieren gehen. Oder auch einfach mal gar nichts machen.

Das ist genau das das Schöne an einem leeren Kalender: Dass noch nichts feststeht. Vielleicht passiert heute etwas, das ich gar nicht geplant habe. Vielleicht auch nicht. Beides finde ich in Ordnung. Denn nicht jeder Tag muss voll sein, damit er sich gelohnt hat. Nicht jede Stunde muss etwas bringen. Manchmal darf ein Tag einfach frei sein. Mein Kalender bleibt heute jedenfalls leer. Und irgendwie fühlt sich das ziemlich voll an.