CMB
Um das Dreikönigsfest am 6. Januar herum klingeln sie normalerweise an der Tür, die Sternsinger. Sie singen ein Lied und bitten um eine Spende für Kinder irgendwo auf der Welt, denen es nicht so gut geht, wie den meisten Kindern bei uns. In diesem Jahr sammeln die Sternsinger für Kinder in der Ukraine, deren Eltern sie alleine zurücklassen mussten, um irgendwo auf der Welt als Arbeitsmigranten Geld zu verdienen. Die Kinder bleiben bei Verwandten oder im Heim und manche auch auf der Straße. In kirchlichen Einrichtungen finden diese Kinder Trost, Gemeinschaft und Unterstützung. Dafür die Spenden.
Verkleidet sind die Sternsinger als die Heiligen drei Könige Caspar, Melchior und Balthasar. CMB. CMB, das steht auch für „Christus mansionem benedicat“. „Christus segne dieses Haus.“
Und dann malen die Kinder jedes Jahr neu das Segenszeichen auf die Haustür. Die Jahreszahl, die Buchstaben CMB und drei Kreuze für die Dreieinigkeit Gottes. In manchen Regionen auch noch einen Stern für die Geburt Christi. Neuerdings gibt’s meistens einen Aufkleber. Aber der gilt auch.
Ich habe die Kinder vermisst letzte Woche. Sie und ihren Segen. Wegen Corona können die Sternsinger nicht so unterwegs sein, wie sonst. Aber auf den Segen muss man nicht verzichten. Unter sternsinger.de kann man auch jetzt noch auf ganz unterschiedliche Weise mitmachen bei der diesjährigen Aktion. Und natürlich kann man online spenden. Dann bekommt man auch den Aufkleber mit dem Segenszeichen.
Ich habe das gemacht. Denn unser Haus soll nicht ohne den Segen der Kinder sein.