Aufbruch
Lass uns gehen.
Lass uns gehen, irgendwohin, wo es warm ist. Wo die Kälte uns nicht findet.
Lass uns gehen, durch die Nacht, in den neuen Morgen. Der Morgen wird kommen, das tut er immer.
Lass uns gehen, auch wenn wir Angst haben. Die Angst bewahrt uns vor Gefahren auf dem Weg.
Lass uns gehen, Richtung Sonne. Bis unsre Schatten das einzig dunkle sind, was uns begleitet.
Lass uns gehen, denn da ist noch Hoffnung, die uns treibt und nicht verlässt.
Lass uns gehen, bis die Stille sich nicht mehr wie Last, sondern wie Frieden anfühlt.
Lass uns gehen. Nicht, weil wir alles hinter uns lassen, sondern weil manches mit der Entfernung leichter wird.
Lass uns gehen, es ist Zeit. Viel länger sollten wir hier nicht bleiben.
Lass uns gehen, auch wenn wir den Weg nicht kennen. Auch wenn wir das Ziel nicht sehen, wissen wir, wohin.
Und wenn wir dort sind, lass uns zu weit gehen. Weiter als geplant, über das Ziel hinaus, um zu sehen, was dort auf uns wartet.
Und wenn wir dort sind, wird nicht alles so sein, wie wir dachten. Aber vielleicht finden wir etwas, von dem wir nicht wussten, dass es gefehlt hat.
Und wenn wir dort sind, können wir bleiben. Und wenn wir dann noch wollen, finden wir auch wieder den Weg zurück.