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Barmherziger Umgang

Manfred ist in der Gemeinde so etwas wie ein „Aufpasser“. Er ist theologisch gebildet und hat ein gutes Gespür für das, was dran ist.

Wenn er mir nach einer Predigt eine Rückmeldung gibt, trifft er das sehr gut, was vielleicht nicht so ganz gelungen war.

Seine Rückmeldungen sind dabei aber immer motivierend und aufbauend.

Einmal habe ich durch ihn nach einem Gottesdienst gelernt, was es bedeutet, barmherzig zu sein.

Da hatten unsere Jugendlichen einen Gottesdienst gestaltet und dabei die älteren Besucher doch sehr herausgefordert. Die Musik schön rockig und laut. Die Sprache gewöhnungsbedürftig und die Predigt von zwei Jugendlichen gehalten. Insgesamt ein nicht ganz gelungener Versuch.

Als sich einige Ältere darüber nach dem Gottesdienst beschwert haben, ist Manfred aufgestanden, um auch etwas dazu zu sagen. Alle Älteren dachten: Jetzt bringt er es wie immer auf den Punkt!

Und das tat er auch! Er hat gesagt: „Ihr Lieben, der von den Jugendlichen gestaltete Gottesdienst war wohl nicht so, wie ihr es erwartet habt. Aber wenn es den Jugendlichen nicht mehr erlaubt ist, unseren Geschmack auch mal nicht so ganz zu treffen, dann habt ihr Alten ein Problem! Wir sollten doch soweit gereift sein, das auszuhalten und den Jugendlichen Raum lassen, sich auszuprobieren!

 

Ich persönlich freue mich schon auf den nächsten Gottesdienst, den die Jugendlichen gestalten.