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Gott will nicht den Tod, sondern das Leben

„Menschen sind manipulierbar. Nicht nur in kleinen Dingen, sondern auch in den ganz
Großen. Sogar dann, wenn es um ihr Leben geht. Wenn sie sich selbst opfern sollen, weil es
einem fanatischer Ideologe in den Kram passt und der ihnen dafür irgendeine Belohnung von
Gott im Himmel verspricht.

Das ist nicht neu. Das war schon immer so. Heute denken dabei viele vielleicht als erstes an
islamistische Selbstmordattentäter und schütteln den Kopf. Klar, für uns im zivilisierten und
aufgeklärten Mitteleuropa ist so ein Verhalten kaum mehr nachvollziehbar.

Aber bleiben wir ehrlich: Auch die europäische Geschichte ist voll von Kriegen und Morden
im Namen Gottes. Denken wir nur an die Kreuzzüge,- oder die sogenannten
„Religionskriege“, allen voran den 30jährigen Krieg im 17. Jahrhundert. Halb Europa wurde
damals entvölkert und verwüstet. Und noch im Zweiten Weltkrieg stand „Gott mit uns“ auf
den Gürtelschnallen der deutschen Soldaten.

„Für Gott“ oder wenigstens „mit Gott“ scheint es sich leichter zu sterben, als für rein
weltliche Ziele wie Macht und Geld.

Dabei ist es egal für was und für wen: Gott will niemals den Tod von Menschen. Er hat uns
nicht erschaffen, damit wir uns dann gegenseitig das Leben nehmen. Das fünfte Gebot macht
es ganz deutlich: Du sollst nicht töten. Punkt. Keine Ausnahme, keine Einschränkung,
sondern absolut allgemeingültig. Du sollst nicht töten.

Und das gilt für uns alle. Gerade deshalb, weil wir als Menschen in der Gefahr stehen,
entweder selbst zu manipulieren und durch andere manipuliert zu werden.