Christi Himmelfahrt
Bis vor kurzem hatte ich panische Angst vor Achterbahnen. Festgeschnallt in einem engen Sitz mit 40 anderen Leuten. Hochgeschossen werden, in die Tiefe stürzen und am Ende vielleicht sogar noch einen Looping drehen… Allein die Vorstellung daran hat mir Gänsehaut verpasst. Vor allem auch, weil ich darauf vertrauen müsste, dass die Bahn sicher gebaut ist. Ich müsste mich darauf verlassen, dass irgendjemand- einer, den ich nicht kenne, alle Schrauben festgezogen und alle Streben richtig gesetzt hat. Bescheuerte Ansichten, ich weiß, aber so waren meine Gedanken eben. Mein Mann ist begeisterter Achterbahnfahrer. Und hat mir immer wieder vorgeschwärmt, wie toll die Fahrt war. Während ich unten auf festem Boden gewartet hatte. „Komm doch mal mit- ich bin ja bei Dir und halte auch Deine Hand“, hat er beim letzten Mal gesagt. Und dann hab ich all meinen Mut zusammengenommen und bin eingestiegen. Was soll ich sagen, es war irre gut! Ein unglaublich tolles Erlebnis.
Ich erzähle das, weil heute Christi Himmelfahrt ist. Der Tag, an dem Jesus Christus nach seiner Auferstehung in den Himmel aufgefahren ist. Und irgendwann wird der Tag kommen, an dem auch wir dort hin sollen. Und auch das macht mir ganz oft Angst. Richtige Bauchschmerzen krieg ich dann. Aber dann ist da Jesus, der auch sagt: „Ich bin bei Dir, ich nehm Dich bei der Hand. Zusammen kriegen wir das irgendwie irgendwann schon hin“.