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5 Sekunden Mut

Fünf Sekunden, die den Unterschied machen. Schick ich diese eine Nachricht ab – oder nicht? Soll ich sagen, was mir auf dem Herzen liegt – oder halte ich lieber den Mund? Mache ich den ersten Schritt – oder lasse ich es einfach bleiben?

Fünf kurze Sekunden, aber lang genug, damit sich in meinem Kopf ein ganzer Film abspielt. Was, wenn diese eine Nachricht am Ende alles kaputt macht? Was, wenn ich einfach nicht die richtigen Worte finde? Was, wenn ich mit diesem Schritt einen riesigen Fehler mache? Was wäre wenn … 5 Sekunden reichen. Und plötzlich hat die Angst entschieden.

Aber warum eigentlich? Warum gebe ich fünf Sekunden Angst so viel Macht, dass sie über Stunden, Tage, Wochen oder sogar Jahre entscheiden können? Die Angst hat ja nicht immer recht. Aber: Die Angst ist immer verdammt schnell.

Was aber wäre, wenn ich mir nach diesen fünf Sekunden Angst ganz bewusst noch fünf Sekunden Mut gönnen würde? Fünf Sekunden, in denen ich mir bewusst vorstelle: Fünf Sekunden, um sich vorzustellen: Es wird gut. Genau diese Nachricht hat es gebraucht. Und dieser eine Schritt ist goldrichtig. Fünf Sekunden Mut, die aus einem zögerlichen „Was wäre wenn?“ ein befreiendes „Zum Glück hab‘ ich!“ machen. Denn am Ende sind es genau diese fünf Sekunden, die den Unterschied machen.