Einmal-Begegnung
Es gibt Menschen, denen bin ich genau einmal begegnet – und trotzdem sind sie mir in Erinnerung geblieben. Der Mann, der angehalten hat, als ich mit meinem Auto liegen geblieben bin. Die Frau auf dem Krankenhausflur, die mich angelächelt hat, als ich nur noch nervös hin und her laufen konnte. Der Busfahrer, der tatsächlich noch auf mich gewartet hat, als ich völlig außer Atem die Straße entlang gerannt bin.
Einmal-Begegnungen. Ich weiß nicht, wie sie heißen. Ich weiß nicht, wo sie heute sind oder ob sie sich überhaupt an mich erinnern. Aber an diesem einen Tag, in diesem einen Moment, da haben sie für mich den Unterschied gemacht.
Eigentlich verrückt, oder? Wahrscheinlich werden diese Leute nie erfahren, wie wichtig die Hilfe am Straßenrand, das Lächeln im Krankenhaus oder das Warten an der Bushaltestelle für mich gewesen sind. Aber vielleicht ist genau das das Schöne an diesen Einmal-Begegnungen. Sie brauchen keine großen Worte. Keinen Plan. Es reicht ein kleiner Moment, eine freundliche Geste und offene Augen für die Menschen um mich herum. Und wer weiß? Vielleicht erinnert sich ja jemand sogar an mich – und hat keine Ahnung, wie ich heiße.