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Mit dem Herzen hören

Habt Ihr letzte Woche auch den Eurovision Song Contest angeschaut? Ich gebe es zu: Ich liebe dieses bunte Spektakel! Da singt jemand auf Finnisch, die Nächste auf Französisch und die Dritten in einer Sprache, die ich beim besten Willen nicht zuordnen kann. Und das Verrückte ist: Obwohl man kein Wort versteht, fiebert man mit. Man spürt die Energie und die Freude. Musik ist einfach eine Sprache, die uns alle verbindet – ganz ohne Wörterbuch.

Heute ist Pfingstmontag. Und im Grunde feiern wir an Pfingsten den allerersten ESC der Weltgeschichte.

Die Bibel erzählt, dass damals in Jerusalem plötzlich Menschen aus allen Himmelsrichtungen zusammenkamen. Jeder sprach eine andere Sprache, totales Kauderwelsch. Aber dann kam Gottes Heiliger Geist ins Spiel – wie ein großer, unsichtbarer Soundtrack. Und da passierte das Wunder: Alle haben sich verstanden! Nicht, weil sie über Nacht Grammatik gebüffelt hatten, sondern weil sie mit dem Herzen zugehört haben.

Gottes Geist ist wie diese Musik beim ESC. Er verbindet uns Menschen da, wo es darauf ankommt: im Herzen. Er schenkt uns die Fähigkeit, einander zu verstehen, auch wenn wir mal völlig unterschiedlich ticken.

Mein Tipp für den freien Montag: Hören wir heute einfach mal mit dem Herzen zu. Das klappt hier bei uns im Saarland übrigens mit ganz wenigen Worten – oft reicht schon ein einfaches „Unn?“.