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Grenzen

Grenzen – bei uns an der Saar denken viele sofort an früher. An die Schlagbäume zu unseren Nachbarn, an Zöllner und die Wartezeit an der Goldenen Bremm.

Ich erinnere mich noch gut: Wenn es früher nach Ungarn ging, brauchte man den Reisepass, ein dickes Bündel Forint und vor allem: eine Menge Sitzfleisch an der Grenze.

Heute reisen wir in Europa einfach durch.

Aber Hand aufs Herz: Es gibt ja noch ganz andere Grenzen im Leben.

Grenzen, die wir nicht einfach so überqueren können.

Meine Kraft kommt an eine Grenze, meine Geduld und leider auch meine Gesundheit.

Irgendwann erreiche ich eine Alters- und Leistungsgrenze, sind meine Möglichkeiten ausgereizt, der Körper will nicht mehr so, wie ich will.

 

Genau da setzt Gott an. In der Bibel steht ein starker Satz: „Gott schafft deinen Grenzen Frieden.“

Er macht meine Grenzen nicht weg, er sagt mir: „Ich bringe Frieden hinein.“

Frieden bedeutet: Du musst nicht gegen dich selbst kämpfen. Du musst nicht verzweifeln, weil du gerade nicht „liefern“ kannst. Du darfst annehmen, was ist. Gott ist genau dort bei dir, wo es nicht mehr weitergeht. Er sagt uns: „Hör auf, dich an deinen Grenzen aufzureiben. Sieh sie mal anders: als Schutzraum. Deine Grenzen bewahren dich davor, dich selbst zu verlieren.“