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Die urchristliche Gemeinde gestaltet eine neue Wirklichkeit

Ich weiß: Die Zeiten, in denen man quasi selbstverständlich zu einer Gemeinde gehörte, sind vorbei.

Viele sind distanziert bis gleichgültig, auch wenn sie noch Mitglied sind. Doch es gibt immer noch Menschen, die ihrer Kirchengemeinde verbunden sind. Und manche engagieren sich auch.

Jede Kirchengemeinde hat ihr je eigenes Profil. Das hängt unter anderem von handelnden Personen ab, von den Menschen, die sich dort engagieren; aber auch von der Geschichte und der Tradition, in der eine Gemeinde steht.

Es gibt so etwas wie ein „Idealbild“ von Gemeinde. In der Bibel wird diese sogenannte „Urgemeinde“ sicher idealisiert, aber es wird schon etwas Wahres dran gewesen sein. Es heißt dort, sie lebe in großer Solidarität, auch in wirtschaftlichen Fragen. Die Reichen unterstützen die Armen. Witwen und Waisen sind versorgt. Teilen ist keine lästige Pflicht, sondern ein inneres Bedürfnis. Es wird gemeinsam gesungen, gebetet und vor allem auch gemeinsam gegessen. Und das mit großer Freude und lauterem Herzen.

Und diese positiv wirkende Gemeinschaft fand „Wohlgefallen beim ganzen Volk.“

Die junge christliche Gemeinde war also attraktiv. Man wurde auf sie aufmerksam und wollte dazu gehören. Denn hier herrschte eine gute Atmosphäre: Gegenseitige Achtung und große Solidarität. Hier wurde die Welt gestaltet, eine neue Wirklichkeit geschaffen.

An diesem Idealbild orientieren sich christliche Gemeinden bis heute. Und manchmal erreichen sie es auch.

Glauben Sie nicht? Dann schauen Sie doch mal rein!