hope is dope
„Wie Sie sehen, bin ich tattoofrei durch 75 Jahre Rockstar-Leben gekommen“, hat Bruce Springsteen, „Der Boss“, neulich auf die Frage geantwortet, welche Lebensweisheit er sich auf den Arm tätowieren lassen würde. „Aber“, so der Boss weiter, „wenn es wirklich sein müsste … vielleicht ein Satz aus … einem alten Lied von mir: … Man, the dope’s that there‘s still hope“. Das kann man nicht eins zu eins übersetzen. Vielleicht so: „Ey, was mich pusht ist, dass es immer noch Hoffnung gibt“.
Hoffnung war für mich das Wort des Jahres 2025. Es ist auch mein Wort des Jahres 2026. Und nicht nur meins. Auffällig, wie oft es seit einiger Zeit öffentlich um die Hoffnung geht. In Leitartikeln, Interviews, Talkshows. Und jetzt Bruce Springsteen. Ist ja auch klar. Nichts brauchen wir angesichts der vielen Krisen dringender als Hoffnung. So war es letztes Jahr. So wird es auch im neuen Jahr sein. Freilich, Hoffnung braucht einen Grund. Dass so viele Menschen nicht bereit sind, zu resignieren, sondern aufstehen und handeln, ist selbst ein Grund zur Hoffnung.
Der tiefere Grund der Hoffnung ist für mich, dass Gott für uns ist. Die Bibel erzählt von nichts anderem. Wenn ich gefragt würde, welche Weisheit ich mir auf den Arm tätowieren lassen würde, würde ich antworten: „Wie Sie sehen, bin ich tattoofrei durch 65 Jahre Christen-Leben gekommen. Aber wenn es denn sein müsste, vielleicht ein Satz aus der Bibel, aus dem Buch des Propheten Nehemia: Die Güte des Herrn ist’s, dass wir noch nicht am Ende sind. Seine Barmherzigkeit bleibt.“
Auch im neuen Jahr.