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Fuß auf´s Wasser

„Der kommt einfach nicht aus seiner Komfortzone raus!“, beschwert sich meine Freundin bei mir über ihren 18jährigen Sohn. Seine  Ausbildung macht er über Vitamin B im Betrieb seines Onkels. Und weil die Firma im gleichen Ort ist, sieht er auch keinen Grund auszuziehen. Im Gegenteil, am liebsten würde er die Mietwohnung im Dachgeschoss seines Elternhauses übernehmen. Ich kann die Sorgen meiner Bekannten verstehen. Aber auch ihren Sohn. Er fühlt sich sicher, frei von Hürden, frei von Sorgen. Aber manchmal machen wir es uns einfach zu bequem. Neue Wege alleine zu gehen, das erfordert Mut. Aber wenn ich zurückblicke, und das war bei euch bestimmt auch so, ich bin an allen Hürden auf meinem bisherigen Lebensweg gewachsen und gereift.

In der Bibel gibt es gutes Beispiel dafür. Da sind die Jünger auf einem Boot auf See und geraten in einen Sturm. Plötzlich läuft Jesus übers Wasser zu ihnen. Sie erschrecken und denken, sie sehen ein Gespenst. Er sagt: „Fürchtet Euch nicht, ich bin´s doch.“ Da will Petrus einen Beweis. Er sagt: „Wenn du es bist, dann befiehl mir zu dir übers Wasser zu gehen.“ Und Jesus antwortet: „Na, dann komm!“ Petrus steigt ganz mutig aus und steht plötzlich wundersam auf der Wasseroberfläche.

Fazit: Wer auf dem Wasser gehen will, muss auch aus dem Boot steigen. Ich wünsche dem Sohn meiner Freundin, dass er auf den Rückhalt seiner Familie vertraut und sich traut- mal den Fuß aufs Wasser zu setzen.