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Heimat finden

Vor ein paar Monaten hat meine Familie ein Jubiläum gefeiert: 25 Jahre Deutschland. So lange leben wir bereits hier – ein Vierteljahrhundert. Auch heute kommt es noch vor, dass mich Menschen fragen, ob ich mich in Deutschland zu Hause fühle. Meine Antwort lautet: Ja! Meinen Eltern geht es genauso.

Auswandern und seine ursprüngliche Heimat hinter sich lassen, das ist eine sehr große Herausforderung. Eine neue Umgebung, eine fremde Sprache, eine andere Mentalität, Bürokratie und vieles mehr prasselt auf einen ein. Nicht allen gelingt das Auswandern. Manch einer geht wieder zurück. Für mich kommt das nicht infrage. Doch nicht nur in Deutschland fühle ich mich zu Hause. Auf meinen Reisen habe ich mich auch in Australien, England oder auch Italien heimisch gefühlt. Heimat ist nämlich ein Gefühl. Das Herz entscheidet, wo wir uns zu Hause fühlen.

Neben der irdischen Heimat, erzählt die Bibel von einer himmlischen. Diese Heimat ist von anderer Qualität. Sie befindet sich bei Gott und steht allen Glaubenden offen. Der Hebräerbrief schildert, wie Abraham aufgrund der Verheißung einer neuen Heimat seine alte hinter sich gelassen hat. Gott hatte ihn berufen, einen neuen Weg zu gehen und Abraham hat gehorcht. Von dem Moment an hatte er nur ein Ziel vor Augen: die himmlische Heimat (vgl. Hebr 11,8-10).

Zu wissen, dass es mehr als nur eine Heimat gibt, finde ich tröstlich. Gerade in Momenten, in denen sich das Herz nicht zu Hause fühlt, reicht ein Blick in den Himmel und die Erinnerung an Abraham.