Dietrich Bonhoeffer: Angst überwinden …
Freitag, der Dreizehnte – Es gibt Menschen, die sich so sehr vor diesem heutigen Tag und Datum fürchten, dass sie darüber krank werden. Ihre Erkrankung trägt einen fast unaussprechlichen Namen: Paraskavedekatriaphobie.
Wer an dieser Phobie erkrankt ist, traut sich an einem Freitag, dem 13. z. B. nicht, das Bett zu verlassen und kann nicht zur Arbeit gehen. Nur eine Therapie kann dann noch wirksam helfen.
Daneben gibt es auch Etliche, die zwar nicht an dieser Phobie leiden, aber dennoch ein ungutes Gefühl am heutigen Tag haben. Ob es ihnen hilft, dass es viele Traditionen gibt, die den Freitag, 13., sogar als Glückstag ansehen, kann ich nur hoffen.
Mehrere statistische Untersuchen haben ergeben, dass an einem Freitag, den 13., nicht mehr Unglücke geschehen als an anderen Tagen. Versicherungen stellten fest, dass sich an einem Freitag, 13., sogar weniger Unfälle ereignen. Wahrscheinlich hat das damit zu tun, dass an diesem Tag mehr Menschen besonders vorsichtig sind.
Anderen wiederum fehlt das Verständnis für diese Ängste und mulmigen Gefühle vor dem heutigen Tag: angesichts der Befürchtungen vor Ereignissen – wie z.B. der Ängste vor den Auswirkungen des Corona-Virus.
Leergefegte Regale wegen der Hamsterkäufe und Absagen von Großveranstal-tungen schüren bei manchen schon Panik.
Was hilft hier – ähnlich wie eine wirksame Therapie bei Paraskavedekatriaphobie?
Ich möchte mit Dietrich Bonhoeffer antworten:
„Nicht nur die Angst ist ansteckend, sondern auch die Ruhe und die Freude, mit der wir dem jeweils Auferlegten begegnen.“
Worte des evangelischen Theologen und Widerstandskämpfers – damals gegen die Gräueltaten des Nazi-Regimes. Den Ängsten vor dem Terror eines Unrechtsstaats setzte er diese Kraft der Ruhe und Freude entgegen. Eine Kraft, die vor Panik schützt, auf die man vertrauen kann, um mit Gottes Hilfe sich den Herausforderungen zu stellen und mit Besonnenheit nach Lösungen zu suchen.