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Das Leben ist ein Kuchen

„Was würde ich backen, wenn mein Leben ein Kuchen wäre?“

Genau diese Frage kam mir beim Musical „Waitress“. Waitress, das heißt übersetzt „Bedienung“. Und Jenna, die Hauptfigur des Musicals, ist eine Bedienung. Sie arbeitet in einem kleinen Diner. Und Jenna kann etwas ganz besonders gut: Sie backt Kuchen. Und die bekommen bei ihr Namen, die zu dem passen, was gerade in ihrem Leben passiert. Da gibt es den „Ich-verliebe-mich-gerade-Kuchen“ mit einer ordentlichen Portion Schokolade. Oder den „Ich-hatte-gerade-meinen-ersten-Kuss-Kuchen“ mit einer kleinen Prise Zimt. Jenna backt im Laufe ihrer Geschichte ziemlich viele davon.

Und da habe ich mich gefragt: Welchen Kuchen würde ich backen? Was wären die Zutaten meines Lebens? Eine ziemlich große Portion Fürsorge für die Menschen, die mir wichtig sind. Dazu kommen Verantwortung und Aufgaben, die ich jeden Tag mit mir herumtrage. Natürlich gehören auch meine Freunde hinein. Davon gerne reichlich. Und wahrscheinlich würde mir beim Backen aus Versehen noch eine viel zu große Portion Stress in die Schüssel fallen.

Nicht jede Zutat in meinem Leben habe ich mir ausgesucht. Manche habe ich selbst hineingetan. Andere sind irgendwie dazugekommen. Manche schmecken mir – auf andere könnte ich gut verzichten. Und trotzdem gehören sie gerade alle zu meinem Rezept.

Was am Ende daraus wird? Ich glaube, ich würde ihn den „Ich-habe-keine-Ahnung-was-ich-tue-aber-es-wird-schon-Kuchen“ nennen.

Und eines weiß ich immerhin sicher: Mit einer großen Portion Schlagsahne wird er mir bestimmt schmecken.