Blitzer
Allein in den letzten zwei Stunden hätte ich drei Bilder von mir machen lassen können. OK – sie wären nur in schwarz-weiß gewesen. Wobei ich das eigentlich mag. Aber es wären Blitzerfotos gewesen, und die sind nicht gerade die schönsten. Grobkörnig sowieso. Ich habe nur wenige von ihnen, aber bei diesen schaue ich eher erschrocken aus der Wäsche.
Blitzerfotos: da denke ich an „Abzocke“. Und „Freiheitsberaubung“ – mein Auto könnte so viel mehr! Und die Straße ist doch ausnahmsweise mal frei, die Beschränkung also eigentlich völlig sinnlos.
Ich bin richtig in Rage, schon am frühen Morgen, und möchte meinen Fuß noch etwas mehr auf das Gaspedal drücken.
Doch da fällt mir ein, dass ich eigentlich in den Urlaub fahre. Dass ich gar nicht rasen muss. Eigentlich möchte ich mit meiner Familie nur gut ankommen und wünsche das auch den anderen. Und dafür ist es eigentlich wichtig, dass sich alle an die Regeln halten.
Den nächsten Blitzer sehe ich mit anderen Augen, fast wie einen Engel am Straßenrand, der mit seinen blitzenden Augen darauf achtet, dass keiner zu schnell fährt und mich daran erinnert, dass ich meinen Urlaub genießen kann.
Ich wünsche allen, die in diesen Tagen in den Urlaub fahren oder unterwegs sind, dass sie entspannt sind und ihre Fotos selber machen, schön bunt oder schwarz-weiß – wie sie wollen. Kommen Sie gut an!