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Adventskalender

Noch zwei Türen – dann sind sie leer: Die Adventskalender, die auch dieses Jahr wieder vor allem
Kindern das Warten auf Weihnachten ein bisschen leichter machen sollten. Heutzutage gibt
Adventskalender ja mit allem, was das Herz begehrt: Diverse Süßigkeiten, diverse Spielsachen,
Gutscheine undsoweiter. Es gibt eigentlich nichts, was es nicht gibt.
Als ich noch ein Kind war, gab es im Grunde nur diese ganz normalen Schokoladenkalender. Aber
obwohl die Schokolade zugegenermaßen nicht besonders lecker war, habe ich mich trotzdem jeden Tag
gefreut. Ich war immer total gespannt, welche Form die Schokolade hinter der Tür diesmal haben
würde.

Die Idee diesen modernen Adventskalender mit 24 Türchen stammt übrigens von dem Münchner
Verleger Gerhard Lang. Vor ungefähr 100 Jahren hatte seine Mutter ihm 24 Plätzchen an einen Karton
genäht. Jeden Tag durfte er sich davon eins nehmen. Das hat dem kleinen Gerhard so gut gefallen, dass
er als erwachsener Mann Adventskalender produziert hat. Die Zeit bis zum Heiligen Abend konnten sich
die Kinder dabei mit kleinen Bildchen verkürzen, die sie ausschneiden und aufkleben konnten.

Egal, was man für einen Kalender hat: Ich finde ja, es kommt gar nicht so drauf an, was drin ist. Es ist
nicht wichtig, wer das größte Türchen hat oder den teuersten Adventskalender. Für mich ist der
Adventskalendervor allem eine liebevolle Geste, die die Zeit bis zum großen Weihnachtsfest verkürzt. Er
ist das Symbol für das freudige Warten auf das größte Geschenk, das wir mit keinem Geld der Welt
bezahlen können. Das Kind in der Krippe, mit dem Gott uns seine große Liebe und Zuwendung geschickt
hat.