Der Marsianer
Die Eltern von Robert Schröder sind böse auf ihren Sohn. Der hat sich nämlich für eine Reise auf den Mars gemeldet. Inzwischen hat er es bei den Tests unter die letzten drei geschafft. Das Schockierende für die Eltern: die Mission Mars One des Dänen Bas Lansdorp ist ohne Rückflug. Die Astronauten sollen eine Kolonie aufbauen und so lange überleben, wie sie eben durchhalten. Für Robert Schröder ein Lebenstraum. Dass er sein Leben voraussichtlich auf dem Mars beendet, ist ihm die Sache wert. Bei seinen Eltern kommt diese Vorstellung erwartungsgemäß nicht gut an. Inzwischen regt sich aber auch andernorts Widerstand. Es sei unmenschlich, ohne Rückfahrkarte in den Orbit zu fliegen. Das hat sogar einige Sponsoren abgeschreckt und das Projekt in Frage gestellt. Eine Siedlung auf dem Mars. Mit so was hat noch nicht mal die Bibel gerechnet. Machet euch die Erde untertan. Wie klein klingt dieser Auftrag im Vergleich zum Sprung in den Weltraum, zu anderen Planeten. Die Erde untertan machen heißt längst Schadensbegrenzung, dass wir hier überleben können. Da ist vielleicht so eine Kolonie auf dem Mars perspektivisch gar nicht so blöd. Machet euch die Erde untertan. Das lässt Raum für Entdeckermut. Warum also nicht über den Horizont der Erde hinaus schauen. Mal gespannt, was aus dem Projekt wird und aus den Plänen von Rob Schröder. Mars-Kolonisten, Abenteurer mit Weitblick, das wäre schön. Kluge Entdecker, die aus den Fehlern gelernt haben, die wir beim Erobern der Erde gemacht haben und bis heute machen.