Die Zukunft nach Corona
Was wird bloß nach Corona? Der Zukunftsforscher Matthias Horx macht sich Gedanken. Aber er will keine Prognose, will sich nicht vorstellen, was alles passieren kann. Denn wer von heute in die Zukunft schaut, rechnet mit dem Schlimmsten. Arbeitslosigkeit, Staatsverschulden, dazu immer mal wieder ein Lockdown. Horror! Horx hat eine andere Idee. Er nennt sie „Regnose“. Und das geht so: Denken Sie sich ein paar Jahre weiter in die Zukunft. Überlegen sie, wie sie gerne leben würden. Und im nächsten Schritt, wie dieses Ziel zu erreichen ist. Statt Resignation sprudeln plötzlich Ideen. Ideen für eine lebenswerte Zukunft als Mittel gegen Depression und Zukunftsangst.
Mit einer solchen Sicht lässt sich optimistisch an einer besseren Zukunft arbeiten. Religionen wie das Christentum haben das ausprobiert. Die Vorstellung, dass Jesus die Welt verändert hat, wird dann lebendig, wenn wir das gut finden und in unserem Leben umsetzen. Wenn die christlichen Gemeinden vom Reich Gottes träumen, dann stellen sie sich eine Welt vor, in der dieses Paradies längst Realität ist. Helfen einander, bekämpfen Armut, lügen sich nicht mehr an. Einfach, weil sie so lieber leben wollen. Und das, trotz aller berechtigten Zukunftsängste und allen Bedrohungen im Alltag. Regnose. Die Zukunft wird gestaltbar. Einfach, weil wir es gerne anders hätten. Und weil es uns wohl tatsächlich in eine bessere und lebenswertere Zukunft bringt.