Im Rosengarten des Lebens
Rot, rosa, gelb, weiß – die Rosen leuchten in allen Farbschattierungen. Der Rosengarten auf der Insel Mainau erblüht im Sommer zu seiner schönsten Pracht. Über 1.000 Sorten aus Wild-, Strauch- und Beetrosen verteilen sich über die Insel.
Ich spaziere im Rosengarten von Blume zur Blume und rieche ihren Duft. Es ist fast wie ein Zauber, den die Rosen verströmen. Am liebsten würde ich ihre Schönheit im Moment konservieren. Besonders die rote Edelrose mit dem Namen „Grande Amore“ hat es mir angetan.
Rosen blühen von Juni bis Oktober. Danach verlieren sie ihre Blüten. Werden sie über die kalte Jahreszeit gut gepflegt, erblühen sie erneut. Nicht anders als Menschen durchlaufen Blumen einen Lebenszyklus und sterben eines Tages.
Immer noch fasziniert von der Schönheit der Rosen, drängt sich mir unwillkürlich die Frage auf, ob es denn nichts Bleibendes in unserem Leben gibt. Darauf gibt der Prophet Jesaja eine Antwort: „Das Gras ist verdorrt, die Blume ist verwelkt. Aber das Wort unseres Gottes besteht in Ewigkeit. (Jes 40,8 ELB)“
Das Wort Gottes ist nicht vergänglich. Im Gegensatz zu Blumen und Menschen ist es keiner Zeit unterworfen. Diesen Gedanken finde ich tröstlich. Unabhängig davon, in welcher Blütephase meines Lebens ich mich gerade befinde, auf Gott kann ich getrost vertrauen, solange ich lebe.