Wie ein Mensch durch `s Leben geht, hängt auch davon ab, wie er oder sie das Leben
betrachtet. So kennen Sie ja sicherlich das Beispiel vom halb gefüllten Glas –für die einen ist
es schon halb leer, für die anderen noch halb voll. Es ist dasselbe Glas – aber es wird doch
unterschiedlich wahrgenommen.
Diese unterschiedliche Wahrnehmung kann für eine eher pessimistische oder eine eher
optimistische Sicht auf das Leben stehen. Beide Perspektiven sind aber nicht
unproblematisch. Egal, ob ich alles durch eine rosarote Brille sehe und so die tatsächlichen
Herausforderungen verkenne. Oder ob ich alles nur düster sehe und die erfreulichen
Momente einfach ausblende - in beiden Fällen wäre ich allzu sehr in gewohnten Mustern
gefangen: Ich habe doch immer nur Pech, dann wird es dieses Mal sicherlich auch mit der
Bewerbung nicht klappen. Oder: Das wird schon irgendwie klappen, deshalb brauche ich
mich gar nicht erst auf die anstehende Prüfung vorbereiten.
Zugegeben: Die Beispiele sind etwas pauschal, aber sie zeigen, wie gut es ist, ab und an die
eigenen Sehgewohnheiten zu überprüfen. Dabei hilft auch folgender Spruch, frei nach einem
wunderbarer Segenswunsch aus Irland:
„Mögest du immer einen Blick für das Sonnenlicht haben, das sich in deinen Fenstern
spiegelt, und Dir den Staub zeigt, der auf den Scheiben liegt.