Mehr als Blumen und Pralinen
„Nicht vergessen: Am 14. Februar ist Valentinstag!“ – seit meiner Kindheit höre ich Ende Januar und Anfang Februar immer wieder diesen oder einen ähnlichen Slogan. Millionen von Menschen sind dann auf der Suche nach einem passenden Geschenk für ihren Partner. Manche kaufen eine Packung Pralinen, andere einen Strauß Blumen, wieder andere laden ihren Schatz heute zum Essen ein oder kaufen ihm vielleicht sogar was richtig Teures. In jedem Fall nutzen den viele Menschen den heutigen Valentinstag, um ihrer besseren Hälfte zu zeigen: „Ich liebe Dich! Es ist schön, dass wir zusammen sind.“
Das Ganze ist dabei aber nicht bloß eine Erfindung der Blumen- und Geschenkeindustri e– die Ursprünge des Valentinstages liegen rund 1700 Jahre in der Vergangenheit. Aller Wahrscheinlichkeit nach geht dieser Tag zurück auf Valentin, der im 3. Jahrhundert nach Christus Bischof der italienischen Stadt Terni war. Dieser Valentin soll häufig heimliche Trauungen vorgenommen haben. Heimlich mussten sie deshalb sein, weil die Paare eigentlich nicht hätten heiraten dürfen. Weil das damalige Recht es aus Gründen des gesellschaftlichen Standes der beiden Partner verboten hat. Für dieses Engagement ist Valentin schließlich angezeigt und hingerichtet worden.
Ich glaube, es wäre gut, heute an beide zu denken. Erstens an den Menschen, den man liebt und dem – wenn man möchte – ein Geschenk zu machen. Und zweitens auch an Bischof Valentin und sein Engagement für Menschlichkeit und Liebe. Denn dafür kann man sich nie genug einsetzen.