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„I have a dream“- Chemnitz

„I have a dream - Ich habe einen Traum“ … Vorgestern vor 55 Jahren hat Martin Luther King
seine berühmte Rede gehalten. Am 28. August 1963. Vor 250 000 Menschen in Washington.
Der Afro-Amerikaner Martin Luther King kämpfte als Baptistenpastor und Bürgerrechtler für
die Abschaffung des Rassismus in den USA.

„Ich habe einen Traum, dass meine vier kleinen Kinder eines Tages in einer Nation leben
werden, in der man sie nicht nach ihrer Hautfarbe, sondern nach ihrem Charakter beurteilen
wird.“

Für mich sind diese Worte eine hilfreiche Orientierung, um auf die rechtsextremen Ereignisse
in Chemnitz zu reagieren. Um eine Antwort geben zu können auf diesen radikalen Verlust an
Mitmenschlichkeit und Mitgefühl – der sich auch in der entsetzlichen Jagd auf Menschen
anderer Hautfarbe gezeigt hat. So sagte Martin Luther King damals:

„Ich habe einen Traum, dass eines Tages in Alabama mit seinen bösartigen Rassisten (...)
kleine schwarze Jungen und Mädchen die Hände schütteln mit kleinen weißen Jungen und
Mädchen als Brüdern und Schwestern.“

In diesem Geiste sollten wir auf die Ereignisse in Chemnitz reagieren. Kein Verbrechen an
einem Menschen darf missbraucht werden und zu Selbstjustiz und menschen-verachtenden
Verhalten führen. So hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier klargestellt: „Der Staat
sorgt für Sicherheit, aber wir alle sorgen für den Frieden.“

Wir dürfen den Rechtspopulisten nicht die Straße über- und so unser Miteinander zu einem
Albtraum werden lassen. Damit alle Menschen hier bei uns in Sicherheit und Frieden leben
können, müssen wir aufstehen und zeigen, dass wir nicht einverstanden sind mit Hetze und
Ausgrenzung. Ohne Gewalt, aber mit aller Deutlichkeit! Im Glauben daran, dass ein
friedliches Miteinander möglich ist.

Wie Martin Luther King sagte: „Mit diesem Glauben werde ich fähig sein, aus dem Berg der
Verzweiflung einen Stein der Hoffnung zu hauen. Mit diesem Glauben werden wir fähig sein,
die schrillen Missklänge in unserer Nation in eine wunderbare Symphonie der Brüderlichkeit
zu verwandeln. Mit diesem Glauben werden wir fähig sein, zusammen zu arbeiten, zusammen
zu beten, … zusammen für die Freiheit aufzustehen.“