Auf großen Volksfesten und Veranstaltungen sind sie ein MUSS. Frauen und Männer mit rot-orangenen
Westen und silbernen Reflektorenstreifen. Immer, wenn sich jemand verletzt oder betrunken liegen
bleibt, sind sie zur Stelle. Ich meine die Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Deutschen Roten
Kreuzes. Heute vor 55 Jahren wurde das DRK, so die Kurzform, gegründet.
Doch auf großen Veranstaltungen geht es nicht nur um körperliche Verletzungen, die behandelt werden
müssen. Gerade auf Musik-Festivals ruft zwischen Lärm, Schlamm und zu viel Alkohol ganz oft auch die
Seele nach Hilfe. Deshalb gibt es neben dem Deutschen Roten Kreuz zunehmend auch kirchliche
Seelsorger auf Festivals.
Ein bekanntes Beispiel sind die Seelsorger der Nordkirche auf dem Heavy-Metal Festival Wacken. Es
geht ihnen nicht darum, die Festivalteilnehmer zu missionieren. Sie wollen einfach für den anderen da
sein. Sie bieten sich als Gesprächspartner an, wenn alle anderen feiern. Oft geht es dabei um Ängste,
Überforderung oder Trauer. Mitten im Schlamm spenden die Seelsorger dann Trost und muntern die
Metaller wieder auf.
Ich finde, beide - das Deutsche Rote Kreuz und die Festivalseelsorger - leisten eine wichtige Arbeit. Sie
helfen Menschen, denen es körperlich und seelisch nicht gut geht. Ganz so, wie Jesus mal sinngemäß
gesagt hat: Ich bin in Not gewesen und ihr habt mich nicht allein gelassen, sondern seid zu mir
gekommen.