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Ist Unglück gleich Glück?

„Der Mensch ist unglücklich, weil er gar nicht weiß, dass er ist glücklich ist.“

Mit diesen Worten endet „die Anleitung zum Unglücklichsein“, das wohl bekannteste Buch von Paul Watzlawick, dem österreichischen Psychologen. Auf humorvolle und spitzfindige Weise demonstriert Watzlawick, wie wir Menschen uns gelegentlich selbst grundlos unglücklich machen.

„Der Mensch ist unglücklich, weil er gar nicht weiß, dass er ist glücklich ist.“

Ich finde, es steckt viel Wahrheit darin. An manchen Tagen fühlt sich das Glas unseres Lebens halb leer an. Der Fokus bleibt auf Negatives gerichtet und alles Positive wird ausgeblendet. Das habe ich es neulich selbst erlebt: Ich hatte mir einen Hexenschuss zugezogen, den ersten meines Lebens. Abgesehen von den tagelangen Schmerzen, war ich gezwungen, sämtliche Pläne der folgenden Wochen über Bord zu werfen. Ich war traurig und unglücklich, weil nicht das tun konnte, was ich wollte. Aber trotzdem muss ich sagen: Es war nicht alles schlecht. Viele Freunde haben mich besucht und sind für mich einkaufen gegangen. Das Glas war nicht mehr halb leer.

Nach biblischer Vorstellung gelten sowohl glückliche als auch unglückliche Tage als eine Gabe Gottes. Glück ist Ausdruck einer erfüllten Gottesbeziehung. Diese schützt zwar nicht vor den Widrigkeiten des Lebens, verleiht dafür aber Mut und Vertrauen auf bessere Zeiten. In denen der Mensch dann auch wieder weiß, dass er in Wahrheit doch glücklich ist.