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Die Sündenbibel

Sex sells. Frei übersetzt: alles rund um Sex verkauft sich gut. So auch hier, bei einer der teuersten Bibeln der Welt. 9 Stück sind übriggeblieben, von der sogenannten Sündenbibel. Zwei harmlose Buchdrucker aus London sind schuld. Dabei haben sie doch nur ein bisschen schlampig gearbeitet – oder vielleicht war es ja doch Absicht?

Ausgerechnet bei den Zehn Geboten, ausgerechnet noch bei „du sollst nicht ehebrechen“, da haben sie das Wörtchen „nicht“ vergessen. Ein Fehler, der sich schnell rumgesprochen hat. Unter dem Gelächter der Massen haben die beiden Buchdruckern am Ende ihre Lizenz verloren.

Verblüffend, wie ein einzelnes Wörtchen die christliche Lehre auf den Kopf stellt. Aber es war halt nicht irgendeins, sondern ein ziemlich bedeutungsvolles an prominenter Stelle: das Wörtchen „nicht“. Vielleicht hat sich damals manch einer heimlich gewünscht, dass es fehlen oder für immer vergessen würde. Und vielleicht wäre das heute in Zeiten von Tinder und Co. noch genauso.

Auf jeden Fall haben die Leute damals viel gelacht. Über die Buchdrucker, ihre Sündenbibel und die Moral. Wo eigentlich ja nur ein einziges Wort gefehlt hat. Frei nach Jesus, dass nicht ein Jota vom Gesetz, also nicht mal ein einziger Mini-Buchstabe in der Bibel fehlen darf. So was kann Karrieren beenden, Menschen zum Gespött machen und ganz nebenbei den Preis einer Bibel explodieren lassen.