Unterpfand
Unterpfand, ein merkwürdiges Wort. Irgendwie überholt, aber auch Teil unserer Nationalhymne. Einigkeit und Recht und Freiheit sind des Glückes… Und dann kommts: Unterpfand. Bedeutet ungefähr so viel: ist die Voraussetzung, dass wir glücklich leben können. Und dazu braucht es eben diese drei Dinge: Einigkeit und Recht und Freiheit.
Unterpfand – gesungen für ein neues Land. Gelernt aus dem Entsetzlichen der Nazizeit. Ein Land, in dem die Menschen wieder glücklich leben sollten. Glück als Unterpfand genau dafür.
Ein altes Wort mit fast schon biblischen Dimensionen. Denn – kein Wunder – haben die Mütter und Väter unseres Grundgesetzes auch die Bibel wieder ins Spiel gebracht. Angefangen von der Würde des Menschen, die über allem steht, über die Einigkeit als Ziel für die ganze Menschheit – ohne Krieg und ohne Unterdrückung. Dazu Recht auf Grundlage der Menschenrechte und schließlich Freiheit als Respekt vor der Besonderheit der Einzelnen.
Ich bin jedenfalls froh, als Christenmensch in Deutschland zu leben, in diesem Deutschland, und möchte das auch weiter bleiben. Ich möchte in einem Land mit diesen Werten leben und hoffe, dass das Christentum als Basis dafür uns nicht verloren geht. Auf jeden Fall singe ich diese Strophe unserer Nationalhymne gerne mit, in der Hoffnung, dass wir auch noch unseren Kindern Einigkeit, Recht und Freiheit bewahren können. Sie sind halt nötig fürs Glück, eben als sein Unterpfand.