9 /11
Nine eleven – diese Zahl ist für viele von uns im Gedächtnis eingebrannt: Die
Bilder von den Flugzeugen, die die Türme des World Trade Centers zum
Einsturz bringen. Der damalige Terrorangriff am 11. September 2001 in den
USA, bei denen rund 3000 Menschen starben, gehört zu den Erfahrungen, die
auch nach 17 Jahren noch lebendig sind.
Auch die Photos und Videos von vielen Rettungskräfte, die unter Einsatz ihres
Lebens und ihrer Gesundheit arbeiteten, haben sich eingeprägt. Und die Frage,
wie Menschen mit einem solchen Ereignis überhaupt zurechtkommen können,
wurde laut gestellt. In der Situation selbst ist das relativ einfach: Der Körper
reagiert auf solche herausragenden, hochstressigen und lebensgefährlichen
Situationen, indem er sich selbst in Sekundenbruchteilen in einen Alarmzustand
versetzt, um dieser Situation begegnen zu können. Stresshormone werden
ausgeschüttet, Puls und Blutdruck steigen undsoweiter.
Danach aber braucht der Mensch Zeit, dieses Ereignis verarbeiten zu können –
es ist die Zeit, in der Menschen Belastungsreaktionen zeigen, wie z.B.
Schlafstörungen, Alpträume, Schreckhaftigkeit und Flashbacks. In der Regel
klingen diese Belastungssymptome nach einer gewissen Zeit wieder ab. Wenn
nicht, dann kommt es zu einer sogenannten Belastungsstörung. Dieser kann
und muss professionell begegnet werden. Darüber mehr zu wissen und dieses
Wissen auch zu teilen, kann zu einer wichtigen Hilfe und Unterstützung bei der
Bewältigung schwerwiegender Ereignisse werden.
Neben diesem Wissen ist aber noch etwas anderes extrem wichtig, um den
Menschen zu helfen, die an so einer Störung leiden: Nämlich Achtsamkeit und
Mitgefühl der Mitmenschen mit den Betroffenen. Nicht nur heute, am 17.
Jahrestag von 9 / 11.